wichtige Presseartikel

Derwesten.de 25.06.2014 von Steffen Bender

 

„Pittjes“ landet wieder bei den Adlern

 

Alte Besen kehren gut – Zugegeben, dieser Spruch ist nicht ganz fair gegenüber Peter Zültzke. Doch er passt an dieser Stelle, wie die berühmte Faust aufs Auge. Hatte Zültzke vor zwei Jahren noch den Klassenerhalt mit den Adlern aus Ellinghorst geschafft, machte er nach der Saison Platz für Juan Perez. Letzterer scheiterte in dieser Saison mit der „Mission Klassenerhalt“ und steht fortan bei Preußen Gladbeck an der Linie.

Nun ist Peter „Pittjes“ Zültzke wieder da. Wie kam es zu dem abermaligen Engagement? Adler-Vorstandsmitglied Frank Steinbock erklärt es ganz simpel: „Wir standen ohne Trainer da und mussten handeln. Es war einfach ein Bauchgefühl“, betont Steinbock, der „Pittjes“ einen „positiven Verrückten“ nennt, der sich der „Aufgabe im Kröger Park mit Herzblut stellen wird“.
Wiederaufstieg ist das Ziel

Zültzke selbst wollte ursprünglich nicht mehr als Trainer arbeiten. Am Montag ging dann jedoch alles sehr schnell. Steinbock und Zültzke einigten sich auf eine erneute Zusammenarbeit. Der Abstieg der traf Zültzke, wie ein Stich ins Herz. „Adler ist und bleibt mein Verein. Ich versuche mit dem Vorstand zusammen die Karre wieder flott zu machen.“

Zweifel an der „einfachen Lösung Zültzke“ – wenn das mit Verlaub so geschrieben werden darf – gibt es nicht. Ob er bei seiner dritten Amtszeit noch die nötige Autorität ausstrahle? Zültzke lacht: „Wer mich nicht ernst nimmt, hat ein Problem. Das verspreche ich jedem einzelnen Spieler.“ Auch Steinbock wird nicht müde zu betonen: „Peter ist ein Kumpel bis zu einem gewissen Grad. Dann aber greift er durch.“

Die Ziele für Zültzke sind bereits klar formuliert: „Ich will immer gewinnen.“ Auch in der Kreisliga B. Also spielen die Rothemden in der kommenden Saison um den direkten Wideraufstieg. „Ich bin Trainer und habe immer nur ein Ziel. Und das heißt gewinnen, ist doch gar keine Frage. Alles andere ist für mich absolut uninteressant.“ An der letzten Spielzeit der Ellinghorster lässt Zültzke kein gutes Haar. „Es sind viele Sachen nicht so gelaufen, wie sie es sollten.“ Gleichzeitig ist tiefstapeln für die neue Runde nicht sein Ding: „Ohne Überzeugung würde ich hier nicht anfangen. Wir haben gute Aussichten unsere Ziele auch zu erreichen.“

Peter Zültzke wird am 03. Juli seine Mannschft so gegen 19 Uhr zum Trainingsauftakt im Kröger Park begrüßen. Für die neue Spielzeit möchte der neue Coach noch den einen oder anderen Spieler nach Ellinghorst locken: „Wir werden einige Gespräche führen und schauen was dabei herum kommt“.
Reserve ist schon aktiv

Kreisliga-Veteran Tom Dudde wird Trainer Zültzke zukünftig als rechte Hand dienen. Der bisherige Co-Trainer der Erstvertretung Simon Kokoschka bleibt nach der Verpflichtung erst einmal außen vor. „Wir wollen ihn jedoch weiter im Verein einbinden“, erklärt Steinbock. Die zweite Mannschaft wird fortan ebenfalls von einem Rückkehrer trainiert: Hans-Jürgen Körber zieht die Strippen für die Reservemannschaft in der Kreisliga C. Die Vorbereitung der zweiten Mannschaft hat bereits begonnen.

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http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/gladbeck/pittjes-landet-wieder-bei-den-adlern-id9517325.html#plx341038529

 

Alte Besen kehren gut – Zugegeben, dieser Spruch ist nicht ganz fair gegenüber Peter Zültzke. Doch er passt an dieser Stelle, wie die berühmte Faust aufs Auge. Hatte Zültzke vor zwei Jahren noch den Klassenerhalt mit den Adlern aus Ellinghorst geschafft, machte er nach der Saison Platz für Juan Perez. Letzterer scheiterte in dieser Saison mit der „Mission Klassenerhalt“ und steht fortan bei Preußen Gladbeck an der Linie.

Nun ist Peter „Pittjes“ Zültzke wieder da. Wie kam es zu dem abermaligen Engagement? Adler-Vorstandsmitglied Frank Steinbock erklärt es ganz simpel: „Wir standen ohne Trainer da und mussten handeln. Es war einfach ein Bauchgefühl“, betont Steinbock, der „Pittjes“ einen „positiven Verrückten“ nennt, der sich der „Aufgabe im Kröger Park mit Herzblut stellen wird“.

Wiederaufstieg ist das Ziel

Zültzke selbst wollte ursprünglich nicht mehr als Trainer arbeiten. Am Montag ging dann jedoch alles sehr schnell. Steinbock und Zültzke einigten sich auf eine erneute Zusammenarbeit. Der Abstieg der traf Zültzke, wie ein Stich ins Herz. „Adler ist und bleibt mein Verein. Ich versuche mit dem Vorstand zusammen die Karre wieder flott zu machen.“


Zweifel an der „einfachen Lösung Zültzke“ – wenn das mit Verlaub so geschrieben werden darf – gibt es nicht. Ob er bei seiner dritten Amtszeit noch die nötige Autorität ausstrahle? Zültzke lacht: „Wer mich nicht ernst nimmt, hat ein Problem. Das verspreche ich jedem einzelnen Spieler.“ Auch Steinbock wird nicht müde zu betonen: „Peter ist ein Kumpel bis zu einem gewissen Grad. Dann aber greift er durch.“


Die Ziele für Zültzke sind bereits klar formuliert: „Ich will immer gewinnen.“ Auch in der Kreisliga B. Also spielen die Rothemden in der kommenden Saison um den direkten Wideraufstieg. „Ich bin Trainer und habe immer nur ein Ziel. Und das heißt gewinnen, ist doch gar keine Frage. Alles andere ist für mich absolut uninteressant.“ An der letzten Spielzeit der Ellinghorster lässt Zültzke kein gutes Haar. „Es sind viele Sachen nicht so gelaufen, wie sie es sollten.“ Gleichzeitig ist tiefstapeln für die neue Runde nicht sein Ding: „Ohne Überzeugung würde ich hier nicht anfangen. Wir haben gute Aussichten unsere Ziele auch zu erreichen.“


Peter Zültzke wird am 03. Juli seine Mannschft so gegen 19 Uhr zum Trainingsauftakt im Kröger Park begrüßen. Für die neue Spielzeit möchte der neue Coach noch den einen oder anderen Spieler nach Ellinghorst locken: „Wir werden einige Gespräche führen und schauen was dabei herum kommt“.


Reserve ist schon aktiv

Kreisliga-Veteran Tom Dudde wird Trainer Zültzke zukünftig als rechte Hand dienen. Der bisherige Co-Trainer der Erstvertretung Simon Kokoschka bleibt nach der Verpflichtung erst einmal außen vor. „Wir wollen ihn jedoch weiter im Verein einbinden“, erklärt Steinbock. Die zweite Mannschaft wird fortan ebenfalls von einem Rückkehrer trainiert: Hans-Jürgen Körber zieht die Strippen für die Reservemannschaft in der Kreisliga C. Die Vorbereitung der zweiten Mannschaft hat bereits begonnen.



 

 

Auf'm Platz

 

 

23.April 2014
Autor: Ben Tautz

 

Wer steigt ab? Wer steigt auf? - Die Auf- und Abstiegsregelung in Gladbecks Kreisligen (gekürzt)

 

Es sind die wohl spannendsten Fragen, die sich die Amateurfußballer in Gladbeck zum Ende einer Saison stellen und so richtig aufgeklärt ist eigentlich niemand: Wer steigt in die höhere Spielklasse auf und wer muss den bitteren Gang in die darunterliegende Liga gehen? Auf'm Platz-Redakteur Ben Tautz erkundigte sich beim Kreis Gelsenkirchen und bekam Antwort. Wie sollte es auch anders sein, gibt es auch in dieser Spielzeit wieder einmal kleine Änderungen gegenüber dem Vorjahr.

 

Von Ben Tautz

Kreisliga A

Wie in den letzten Jahren zuvor auch, ist das Abschneiden der Bezirksliga-Teams des Kreises Gelsenkirchen von enormer Priorität und es kommt darauf an, wie viele "Gelsenkirchener" den bitteren Gang in die Kreisliga A wahrnehmen müssen. Darauf basieren schließlich auch alle anderen Ligen.

Derzeit ist nur eine Gelsenkirchener Mannschaft (in Gladbeck gibt es derzeit kein Team in der Bezirksliga) vom Abstieg bedroht. Der SC Schaffrath belegt mit 19 Zählern aus 23 Spielen den 14. Tabellenplatz, welcher am Ende der Saison Abstieg bedeuteten würde. Doch noch sind es (siehe Tabelle) nur zwei Pünktchen Rückstand auf die Rettung und es ist noch alles drin für die Gelsenkirchener.

Tabelle Bezirksliga

Quelle: fussball.de

Steigt der SC Schaffrath jedoch ab, müssen aus den Kreisligen A1 und A2 insgesamt drei Teams in der kommenden Spielzeit Kreisliga B spielen. Die jeweiligen Tabellenschlusslichter steigen in jedem Fall der Fälle ab. Bei Abstieg des SCS ermitteln die beiden Vorletzten in einem Relegationsspiel auf neutralem Geläuf den dritten Absteiger. Mit Wacker Gladbeck, dem BV Rentfort II, Adler Ellinghorst und auch noch dem FC Gladbeck stecken satte vier Teams mitten im Abstiegskampf. Ob es hinterher alle schaffen und wer in die mögliche Relegation muss, bleibt wohl bis zum letzten Spieltag unbeantwortet. Die besten Karten hat sicherlich der FC Gladbeck, welcher im Jahr 2014 noch ungeschlagen ist und sich immer weiter von den Abstiegsrängen entfernt.

Kurios: Meister der Kreisliga A nicht automatisch aufgestiegen

Für Gladbecks einzige Mannschaft, welche noch um den Aufstieg in die Bezirksliga spielt, wird es diese Saison sehr kurios. Geht n davon aus, dass SG Preußen Gladbeck den knappen zwei Punkte-Vorsprung vor Genclerbirligi Resse hält und man die Saison als Meister beendet, ist die Saison für die SGP längst nicht beendet und man ist noch lange nicht aufgestiegen. In einem Entscheidungsspiel auf neutralem Platz spielen der Erste der Kreisliga A1 (in diesem Fall der SG Preußen) und der Erste der Kreisliga A2 (die SpVgg. Erle 19 hat als Tabellenführer fünf Zähler Vorsprung auf Platz zwei) den ersten Aufsteiger in die Bezirksliga aus. Das unterlegene Team hat jedoch weiterhin noch die Möglichkeit, den Traum nicht platzen zu lassen. Gegen eine Mannschaft aus dem Kreis Recklinghausen wird schließlich in einem Hin- und Rückspiel der zweite Aufsteiger ermittelt. Sollte es soweit kommen, dass zwei Mannschaften aus unserem Kreis Gelsenkirchen in die Bezirksliga aufsteigen, steigt automatisch eine Mannschaft aus der Kreisliga B auf.

Tabelle Kreisliga A

:

Der restliche Artikel bezieht sich auf die Kreisligen B + C.

Wen es interessiert, kann sich den Rest beiAuf'm Platz durchlesen


 

Reviersport

14. November 2013 12:24 Uhr
Autor: Philipp Bromma

"Alle haben uns für tot erklärt"

 

Nach großem Chaos vor der Saison und einem miserablem Saisonstart ist Adler Ellinghorst wieder in der Spur. „Wir sind wieder da“, meint Marcus Jacobi.

 

Beinahe die komplette erste Mannschaft verließ den A-Ligisten aus Ellinghorst in der Sommerpause. Auch die zweite Mannschaft hatte mit Problemen zu kämpfen: Die Reserve war aus der Kreisliga B in die C-Liga abgestiegen. „Ganz Gladbeck hatte uns für tot erklärt“, erinnert sich Jacobi, Geschäftsführer von Adler. Der ursprüngliche Plan sah vor, die erste Mannschaft abzumelden und in der Kreisliga C einen Neustart zu versuchen. Doch die Spieler hatten andere Pläne.

„Für alle waren wir Absteiger Nummer eins“

„Die Jungs sahen das als große Chance. 'Warum nicht einfach mal versuchen?', war die allgemeine Meinung“, erinnert sich Jacobi. Und deswegen wurde das Personal, das aus der B-Liga abgestiegen war, zum Kader für die Kreisliga A. Der Saisonstart allerdings war ein herber Rückschlag: Die ersten sechs Spiele wurden alle verloren, gegen Preußen Gladbeck hagelte es gar eine 0:10-Klatsche. „Für alle waren wir der Absteiger Nummer eins.“ Danach jedoch war das Team im Aufwind: Die Bilanz aus den letzten acht Spielen kann sich mit fünf Siegen durchaus sehen lassen. Mittlerweile hat sich das Team von Juan Perez bis auf Platz elf gesteigert.

„Wir haben das Gemeinschaftsgefüge gestärkt. Die Jungs haben sich gefunden und sind eine echte Einheit geworden“, freut sich Jacobi. Zuletzt gab es in den beiden Derbys gegen die zwei Mannschaften des BV Rentfort vier Punkte. „Rentforts erste hat zwei Spieler, die bis zum Sommer noch bei uns waren. Und auch gegen die hätten wir durchaus gewinnen können“, erinnert sich Jacobi. Gegen die zweite Mannschaft gab es einen 4:2-Sieg. Und auch für das kommende Spiel gegen den SV Zweckel II rechnet sich der Adler-Geschäftsführer etwas aus: „Zweckel ist zwar der klare Favorit – aber wir werden unser Bestes geben.“

 


 

Langer Weg zum Klassenerhalt

28.10.2013, derwesten.de


Kreisliga A: „Wir galten zurecht als Abstiegskandidat Nummer eins“, sagt Adler-Co-Trainer Kokoschka. Doch die Mannschaft hat sich entwickelt.


Hoffnungsloser Abstiegskandidat? Von wegen! Die gescholtenen Adler aus Ellinghorst wehren sich mit Händen und Füßen gegen den drohenden Abstieg. Bereits vier Siege konnte die Elf von Juan Perez und Simon Kokoschka einfahren. Nach dem Derbysieg über Wacker Gladbeck am Sonntag sprach WAZ-Mitarbeiter Steffen Bender mit Adler-Co-Trainer Simon Kokoschka über den bisherigen Saisonverlauf, die vielen Kritiker und das Ziel „Klassenerhalt“.


Herr Kokoschka, am vergangenen Sonntag zitterten Sie bis zur letzten Sekunde, konnten dann aber einen knappen 1:0 Sieg feiern. Wie geht es Ihnen heute, wenn Sie an die letzten 90 Minuten denken?


Es war sehr nervenaufreibend. Wir haben viele Chancen liegen lassen, so war es lange Zeit ein Spiel auf Messers Schneide. Wacker wurde auch immer stärker. Mittlerweile sind die Gedanken aber nur noch positiv.


Vor der Saison galten sie als Abstiegskandidat Nummer eins. Nun stehen Sie vor den Konkurrenten von Wacker Gladbeck, Rentfort II und FC Gladbeck. Was entgegnen Sie nach dem zwölften Spieltag Ihren Kritikern?


Dass wir als Abstiegskandidat feststehen ist allen bewusst. Das war nach den ersten Spieltagen auch gerechtfertigt. Die Mannschaft ist sehr jung. Meine Spieler haben es mittlerweile verstanden, worauf es ankommt in der Liga.


Sie haben die Niederlagen zu Saisonbeginn angesprochen. Haben Sie nicht spätestens nach dem 0:10 gegen SG Preußen ans Aufgaben gedacht?


Juan Perez und ich haben nie daran gedacht aufzugeben. Wir waren auch überrascht, als wir vor der Saison die Aufgabe bekamen mit einer – und das war sie zu diesem Zeitpunkt – Kreisliga C-Mannschaft in der A-Liga anzutreten. Wie sollte das funktionieren? Wir merkten jedoch schnell, dass das klappen kann. Auch wenn wir uns heute noch manchmal ärgern. Juan und ich sind viel zu Fußballbegeistert, um die Mannschaft alleine zu lassen.


Ihre Mannschaft konnte bisher vor allem gegen Mannschaften aus dem grauen Mittelfeld punkten. Ihnen fehlt noch ein Sieg gegen die Favoriten. Wird an dieser Stelle der Qualitätsunterschied deutlich?


Lassen wir die Partie gegen Preußen einmal außen vor, hatten wir den ein oder anderen Favoriten am Rande einer Niederlage. In den Spielen gegen Beckhausen oder Horst 08 II haben wir überzeugt, wenngleich wir eiskalt bestraft wurden. Die nächsten Aufgaben werden schwer genug. Gegen Rentfort oder Zweckel II werden wir die Chance bekommen, eine kleine Sensation zu schaffen. Letztlich ist es mir jedoch egal, gegen wen wir unsere Punkte holen. Hauptsache ist, dass wir diese regelmäßig einfahren.


Im Moment ist Adler Ellinghorst im Tableau auf Rang 13 zu finden. Der Trend zeigt nach oben. Woran wird in den nächsten Einheiten zu arbeiten sein?


Wir müssen natürlich in unserem Defensivverhalten zulegen. Es hat lange gedauert, ehe jeder Einzelne von uns seine Position gefunden hat. Der Findungsprozess ging leider nicht so schnell, wenngleich wir uns jetzt als eine richtige Einheit auf dem Platz präsentieren. Es gilt nun hinten sicherer zu stehen und auch vorne konsequenter zu werden. Wir lassen zu viele Chancen liegen. Das hat man auch im Derby gegen Wacker Gladbeck gesehen.


Sie haben vorhin schon die nächste Aufgabe angesprochen. Am kommenden Sonntag ist Rentfort zu Gast im Kröger Park. Zeit für eine Kampfansage?


Nein, das wäre ja vermessen. Eine Kampfansage gibt es nicht. Für so ein Spiel brauche ich meine Jungs nicht großartig zu motivieren. Eine gesunde Rivalität ist da, und so sollte es auch sein. Wir haben Rentforter in unseren Reihen und Rentfort hat alte Adleraner in der Mannschaft. Gegen Rentforts Erste wäre ein Sieg eine Überraschung. Gegen die Reserve ist es fast schon Pflicht zu punkten. Die Brisanz wird in beiden Partien auf jeden Fall da sein.


Wo wird Ellinghorst am Ende der Saison stehen? Packen Sie den Klassenerhalt?


Davon bin ich felsenfest überzeugt. Wenn wir uns in den wichtigen Spielen so weiter präsentieren, werden wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben und vorzeitig den Klassenerhalt feiern können. Doch das ist ein langer Weg.
Steffen Bender


Auf ein besseres Neues

13.05.2013 der Westen

Auf ein besseres Neues
Hat die kommende Kreisliga C-Spielzeit bereits im Blick: Juan Perez, Trainer der akut abstiegsbedrohten Reserve von Adler Ellinghorst.Foto: Jan Dinter

Gladbeck. Kreisliga B. Adler Ellinghorst II beginnt nach einer desolaten Rückrunde mit den Planungen für die Kreisliga C. Der Klassenerhalt ist theoretisch noch möglich, praktisch aber nicht mehr zu schaffen

„Abzusteigen ist scheiße“, war sich die Ellinghorster Zweitvertretung nach dem Schlusspfiff einig. Das Derby in Butendorf gegen die Reserve von Wacker Gladbeck hatte man soeben unglücklich, aber wohl auch verdient mit 0:1 verloren. Es war wie so häufig in dieser Saison. Torchancen waren da, doch - um das Phrasenschwein nicht hungern zu lassen - wer vorne die Dinger nicht macht, kassiert sie hinten. „Für unsere Verhältnisse haben wir nicht schlecht gespielt“, bilanziert auch Adler-Trainer Juan Perez. Doch was heißt das schon, „für unsere Verhältnisse?“ „Wir waren zu blöd“, lautet das einstimmige Urteil. Am vergangenen Sonntag, am Sonntag davor, Hinrunde, Rückrunde, immer.

Schon vor der bald endenden Spielzeit war der Adler-Coach nicht zu beneiden. Aus einem Ackergaul macht man kein Rennpferd, klar, doch dass es so schlimm kommen würde, damit rechnete niemand. „Leider wurden das Trainerteam und die zuverlässigen Spieler häufig im Stich gelassen“, beklagt Perez. Hätte man den Abstieg also verhindern können? „Spieler, die Fußball leben, hätten es geschafft in der Liga zu bleiben.“ Doch wer vor einem Spieltag nächtlichen Vergnügungen nachgeht, kann den „Fußball nicht leben“, wie Perez es fordert. Unzuverlässigkeit und Undiszipliniertheit zogen sich wie ein roter Faden durch die Saison. Von außen war es grausam anzusehen: Eine Mannschaft mit Potenzial, die durchaus im gesicherten Mittelfeld hätte landen können, erkennt den Ernst der Lage nicht, Woche für Woche. Allein das Unentschieden gegen VfL Grafenwald zum Rückrundenauftakt war ein Lichtblick. Es geht aufwärts, dachte man. Weit gefehlt. Und nun?

Perez bleibt an Bord

Nun ist es zu spät. Zehn Punkte in der Hinrunde, und bisher zwei lausige Unentschieden in der Rückrunde sprechen ihre ganz eigene Sprache. So muss man konstatieren, dass sich die Adler den Klassenerhalt - in weiter Ferne liegend und dennoch rechnerisch noch möglich - auch nicht verdient hätten. „Das haben wir im kollektiv zu verantworten. Die Leistung war zu häufig nicht B-Liga-würdig“, sagt der Ellinghorster Übungsleiter rückblickend.

Nicht nur einmal wollte Perez die Brocken hinwerfen. Doch er ist nicht der Typ, der einfach geht: „Als Kapitän verlässt man das sinkende Schiff immer als Letzter!“ Und so macht er - zur Verwunderung aller Beteiligten - weiter im Kröger Park. „Ich habe mir das hier anders vorgestellt“, daraus macht er keinen Hehl. Der Mann auf der Kommandobrücke macht klar Schiff: „Ich werde einigen Spielern deutlich sagen, wo ihr Weg hingeht. Das ist mit Sicherheit nicht Adler Ellinghorst.“ Verjüngen möchte Perez seine Mannschaft. Fünf bis sechs Perspektivspieler sollen zur neuen Spielzeit kommen, erfahrene Leute wie Dominik Lischka, Daniele Vittori, Dominik Stockhorst, Axel Kossien oder auch Torhüter Matthias Knittel sollen die tragenden Säulen der neuen, umstrukturierten Kreisliga C-Mannschaft werden. Perez: „Der Wiederaufstieg ist das direkte Ziel. So etwas wie in dieser Saison passiert nicht noch einmal. An der Einstellung wird es der Mannschaft im kommenden Jahr nicht mangeln.“

Steffen Bender


 

Für Platz 14 die Welt umarmen

22.10.2012

Für Platz 14 die Welt umarmen
Bei den Adlern aus Ellinghorst (in rot), hier im Lokalderby gegen die Zweckeler Reserve, geht es derzeit drunter und drüber - und vor allem eines: abwärts.Foto: Jan Dinter

Gladbeck. Bereits nach zehn Spieltagen muss sich A-Ligist Adler Ellinghorst von seinem Saisonziel - einem einstelligen Tabellenplatz - verabschieden. Es drohen nun ganz andere Schwierigkeiten: Die Adler sind nach dem 0:6 gegen den FC Gladbeck ganz unten angekommen.

Es war 16:48 Uhr, als der Schiedsrichter das Derby zwischen dem FC Gladbeck und Adler Ellinghorst am Sonntagnachmittag abpfiff. Dass es eine derartig klare Angelegenheit würde, damit hatte im Vorfeld niemand gerechnet. 6:0 hieß es nach schweißtreibenden 90 Minuten, an denen nur die „Kleeblätter“ aus Brauck ihren Spaß gefunden haben dürften. Direkt nach Abpfiff holte Adler-Coach Miguel Pereira seine Spieler auf dem Grün zusammen. „Wir haben gemeinsam eingesehen, dass wir nicht in der Lage waren, dem FC Paroli zu bieten“, räumt Pereira einen Tag nach der Niederlage ein. Natürlich sei die Stimmung getrübt.

 
 

Und wie soll es nun weitergehen bei den Rothemden? Die Elf vom Kröger Park ziert mit fünf Punkten nach zehn Spielen das Tabellenende, nicht weniger als 35 Gegentore musste die neu formierte Viererkette bereits hinnehmen. Demgegenüber stehen 13 erzielte Treffer. In der letzten Saison wurde das Team von Trainer Miguel Pereira noch Sechster, spielte eine starke Rückrunde. Doch die Abgänge vor der Saison wiegen schwer. Frank Steinbock und André Nowak kicken fortan in der „Dritten“ der Adler. Mit Patryck Machulik, Marvin Schulz und Dennis Goronczy verließen zudem gleich drei Leistungsträger den Club Richtung Preußen Gladbeck. Was Jörg Waschkewitz enttäuscht: „Wenn Spieler so lange im Verein sind und ihn dann hängen lassen, verstehe ich das nicht“, hadert der Adler-Vorsitzende. „Im Mai vor meinem Urlaub war alles in Ordnung. Doch als ich wieder kam, erkannte ich meinen eigenen Verein nicht mehr.“

Pereira und Waschkewitz machen keinen Hehl daraus, dass es bisher nicht gelang, diese Spieler akkurat zu ersetzen. „Das ist schwer zu kompensieren. Es ist ja auch nicht irgendwer gegangen“, so Pereira, der aber dennoch Vertrauen in das neue Personal hat. „Die Spieler aus der A-Jugend brauchen ihre Zeit. Aber sie können Fußball spielen.“ Allen voran Marco Przybyla, Tobias Dudde und Marco Kroll bekommen ihre Einsatzzeiten bei den Rothemden. „Jetzt gilt, dass wir alle an einem Strang ziehen. Spieler eins bis 16 muss wissen, dass wir im Abstiegskampf angekommen sind. Sowohl Mannschaft, Trainer als auch der Vorstand müssen sich Gedanken machen.“

Auf die Frage, ob das Abstiegsgespenst denn tatsächlich auch schon den Spielern erschienen sei, antwortet Pereira: „Wer das nicht verstanden hat, der hat jetzt schon verloren.“ Und auch Waschkewitz verweist auf die Tabellensituation: „Es bleibt uns nichts anderes übrig als zu kämpfen. Es geht sehr eng zu in der Liga. Da bist du mit zwei bis drei Siegen schon wieder aus dem Gröbsten raus.“ Wohl wahr, nur: „Dieser Lauf muss auch kommen.“

Einen Hauch von Optimismus verbreitet der 3:0-Sieg in Kirchhellen - der aber auch schon wieder gut einen Monat zurückliegt: „Da haben wir gezeigt, was wir können. Im Moment ist die fehlende Kommunikation das größte Manko. Und es fehlt natürlich auch das Selbstvertrauen“, weiß Pereira. Zudem stünden nun Führungsspieler wie Thomas Dudde, Aaron Jenko, Khalid El Aidi und Manuel Schulz in der Pflicht.

Pereiras Stuhl wackelt nicht

Pereiras Trainerposten steht derzeit nicht zur Disposition. „Natürlich müssen wir reden und schauen, wie es weiter geht“, sagt Waschkewitz. „Ich traue allen bei uns alles zu. Auch dem Trainer. Wir dürfen nur nicht hektisch werden.“ Ohnehin ist der Adler-Klubchef der letzte, der sagen würde, die Situation sei hoffnungslos. „Ich habe in Ellinghorst schon alles erlebt.“ Ganz gleich, wie das Saisonziel aussah. Aber: „Im Moment würde ich für Platz 14 am Saisonende die Welt umarmen.“

Steffen Bender


Familiensache im Kröger Park

20.08.2012 WAZ

Familiensache im Kröger Park
Vater Thomas Dudde (l.) und Sohn Tobias laufen gemeinsam für Adler Ellinghorst auf.Foto: Robert Dyhringer

Thomas Dudde spielt in dieser Saison zusammen mit seinem Sohn Tobias in der ersten Mannschaft von Adler Ellinghorst. Das ist nicht immer eine einfache Angelegenheit - für beide Seiten.

Fußball ist ein Sport für die ganze Familie. So zu beobachten in dieser Saison bei den Adlern aus Ellinghorst. Vater Thomas Dudde (48) und Sohn Tobias (18) tragen in dieser Spielzeit zusammen das schwarz-rote Trikot der ersten Mannschaft. Während Kreisliga-Veteran Thomas Dudde die Defensive seit Jahren standfest macht, geht Sohn Tobias nun auf Torejagd.

Schwer zu beschreiben

„Manchmal weiß ich gar nicht, wie ich ihn ansprechen soll auf dem Platz“, muss Tobias zugeben. Dennoch: Mit seinem Vater zusammen zu spielen, das ist für den Schüler eine ganz besondere Erfahrung. Schließlich machen das nur die wenigsten. „Es ist einfach lehrreich und interessant. Schwer zu beschreiben“, sagt Tobias, für den das Training aber auch zuhause noch nicht vorbei ist. „Manchmal gibt es nachträglich einen auf den Deckel. Dass ich mehr laufen und kämpfen soll.“ Dann verdreht der junge Stürmer gerne einmal die Augen. „Zuhause gibt es eben schon manchmal ein bisschen zu meckern. Tobias muss mehr kämpfen“, bestätigt Vater Thomas, der mit einem Lächeln ergänzt: „Ich glaube, ich bin schon ein etwas strengerer Vater, aber auch Trainer.“

Und wie ist es für den Vater, mit dem Sohn zu spielen? „Es ist nicht so einfach“, räumt Thomas Dudde ein. „Manchmal verlange ich einfach mehr Ehrgeiz. Und dann bekomme ich die Krise, wenn ich sehe, dass Tobias den Kopf hängen lässt.“ Nichts desto trotz: Mit seinem Sohn zusammenzuspielen sei natürlich eine tolle Sache. Schon in der D-Jugend, damals noch im Trikot des ungeliebten Konkurrenten BV Rentfort, trainierte Vater Thomas seinen Sohn: „Defensivarbeit konnte er noch nie. Das war leider nie sein Ding.“ Aus diesem Grund spielt der neue Senior auch im Sturm: „Er ist technisch besser als ich“, lobt Dudde senior den Junior.

Große Wertschätzung

Wie der Vater so der Sohn. Möchte man also meinen. Dann hätte Tobias Dudde allerdings noch einiges vor sich. Während man nach gefühlten 30-Kreisliga-Serien Thomas Dudde nur noch wenig beibringen kann, sieht das bei seinem Sohn anders aus. „Körperlich und kämpferisch muss ich noch zulegen. Außerdem muss ich mich noch an die Spielweise bei den Senioren gewöhnen. Hier hat man viel weniger Zeit den Ball zu verwerten, zu kontrollieren und weiterzuleiten als noch in der Jugend“, das musste er schnell feststellen. Das Tempo sei eben ein anderes. „Er muss an seiner Zweikampfstärke arbeiten. Das ist das A und O“, ergänzt Vater Thomas, der seinen Sohn beim Training natürlich besondere Beachtung schenkt.

Im Verein genießt Thomas Dudde große Wertschätzung. „Er ist wie ein Baum. Er weiß viel, hat viel gesehen und hat unglaublich viel Erfahrung“, sagte unlängst Adler-Clubpräsident Jörg Waschkewitz. Ob Tobias Dudde irgendwann auch einmal solche Lobeshymnen hören wird, bleibt abzuwarten: „Ob ich so lange wie mein Vater spielen möchte, weiß ich jetzt noch nicht. Ob es wirklich geht, wird man in 30 Jahren sehen.“ Einen Versuch ist es wert: Der Vater hat es vorgemacht.


Die Adler bauen ihren Horst

08.08.2012 WAZ

Die Adler bauen ihren Horst
 

Gladbeck. Selbst ist der Mann, sagt ein Sprichwort. In diesem Fall besser: Selbst ist der Verein. In Eigenarbeit bauen sich Förderverein, Spieler und Freunde des Fußballvereins Adler Ellinghorst ein Vereinsheim. „Unser Adlerhorst“ heißt die neue sportliche und soziale Begegnungsstätte, die in den kommenden Monaten fertig gestellt wird.

Der Fußballverein aus dem Gladbecker Westen ist nicht gerade gesegnet mit Infrastruktur. Zwei kleine Kabinen, ein kleiner Verkaufsraum und eine Schiedsrichterkabine – das war’s. Dennoch ist der kleine, man mag fast schon sagen Provinzverein ein beliebtes Pflaster für junge und alte Fußballer. Damit das so bleibt und sich auch in Zukunft noch viele Spieler das rot-schwarze Trikot überstreifen, entschloss sich der Vorstand vor knapp zwei Jahren, sich endlich den Traum vom eigenen Vereinsheim zu erfüllen. „So eine Begegnungsstätte ist für ein echtes Vereinsleben elementar“, weiß der Vorsitzende und Clubpräsident Jörg Waschkewitz.

Bis zu 85.000 Euro wird die Begegnungsstätte kosten. „Wir halten es für dringend notwendig, dass in Ellinghorst wieder eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche errichtet wird. Nachdem nun alle Jugend- und Begegnungsstätten im Stadtteil geschlossen wurden, wollen wir Jugendliche und Eltern ansprechen, zu unserem Verein zu kommen“, erklärt Andreas Knittel, Vorsitzender des Fördervereins Adlerhorst.

Die Idee zum eigenen Vereinsheim an der Ellinghorster Straße ist schon alt, aber erst jetzt griff man das große Bauprojekt an, vor allem, um die Jugendarbeit zu intensivieren. „Ein Jugend- und Vereinsheim ist die wichtigste Anlaufstelle für Mitglieder und Freunde eines Vereins. Hier kann man sich austauschen, gemeinsam Fußballspiele schauen oder einfach nur mal ein Kickerturnier, Skatturnier oder einen Playstationabend durchführen. Ohne eine solche Anlaufstelle gibt es kein richtiges Vereinsleben“, so Knittel.

Geredet wurde in der Vergangenheit viel. Dass tatsächlich einmal gebaut wird, daran glaubten viele Spieler und Vereinsfreunde schon gar nicht mehr. Der erste Spatenstich ist mittlerweile über ein Jahr her und das Bauende abzusehen. Der Adlerhorst ist inzwischen im Rohbau fertig, die Dachdeckerarbeiten sind abgeschlossen und die Fenster montiert. Das Gröbste ist also geschafft, der Rest ist dagegen fast eine „Kleinigkeit. Die Einrichtung steht ebenfalls schon zur Verfügung, so dass es mit der Eröffnung nicht mehr allzu lange dauert. „Die Einweihungsfete wird ein richtiges Highlight werden“, freut sich Andreas Knittel. Schließlich muss das 50. Vereinsbestehen noch „nachgefeiert“ werden.

Sorgen, dass die Kosten den Verein zukünftig belasten oder einschränken könnten, haben die Verantwortlichen nicht. Dann hätte man das Projekt erst gar nicht gestartet: „Wir gehen davon aus, das sich die monatlichen Kosten über die Einnahmen auch aus Vermietungen decken“, sagt Knittel.

Ein derartiges Mammutprojekt ist nicht nur teuer, sondern erfordert vor allem viele helfende Hände. Neben der Führungsriege – Jörg Waschkewitz, Frank Steinbock und Andreas Knittel – packen Spieler mit an. Einer von ihnen ist André Thielemann. Schnell in die Bau-Latzhose „gehüpft“, geht’s zum Adlerhorst. Der Spieler der zweiten Mannschaft ist immer mit dabei, wenn es darum geht, Platten an die Wand zu schrauben, zu streichen oder die Deckenverkleidung anzubringen. „In einem Fußballverein spielt man nicht nur Fußball. Hier geht es um die Gemeinschaft. Da ist es doch völlig klar, dass ich mit anpacke“, so der Fußballer. 


Rudelgucken in Ellinghorst

20.06.2012 WAZ

Rudelgucken in Ellinghorst
Rudelgucken in Ellinghorst, die Adler machen es möglich. Foto: Privat

Gladbeck. Adler Ellinghorst lädt anlässlich der EM-Spiele der deutschen Nationalmannschaft zum Rudelgucken in den Kröger Park. Fußball wird im Gladbecker Westen in High-Definition und im Freien geschaut.

EM-Zeit ist Public-Viewing-Zeit. Denn: Fußballgucken ist im Rudel am schönsten. Und so pilgern momentan Gladbecker Anhänger regelmäßig zu den Orten, an denen sie gemeinsam die Spiele der deutschen Nationalmannschaft schauen können. Und während die Fans mitfiebern, sind neben Jogis Jungs auch viele Helferteams im Einsatz.

Bei Adler Ellinghorst zum Beispiel. Der Fußballverein aus dem Gladbecker Westen organisiert zu jedem EM-Spiel der Löw-Elf ein Public-Viewing-Event für Nachbarn, Freunde und Angehörige des Klubs. Bei den ersten drei Spielen drückten bis zu 250 Fußballbegeisterte im Kröger Park an der Ellinghorster Straße Poldi, Schweini & Co. die Daumen.

„Mit den Planungen fingen wir Anfang März an“, sagt Adler-PR-Chef Andreas Knittel. Die Gema (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) musste informiert, Bierwagen und Getränke mussten bestellt werden. Knittel weiter: „Dazu Gas für den Grill, Bratwürstchen und Brötchen, außerdem galt es, die entsprechende Ausrüstung wie Beamer, Receiver und die Leinwand zu organisieren.“

Stolz sind Helfer und Verein vor allem auf ihren HD-Beamer. In Ellinghorst guckt man Fußball nämlich erstens in High-Definition und zweitens unter freiem Himmel. „Das ist fast schon einzigartig“, betont Andreas Knittel, der von einer „echten Stadionatmosphäre“ spricht. Und wenn das Wetter einmal nicht so mitspielen sollte, stehen Pavillons und große Schirme parat.

An jedem Spieltag der deutschen Mannschaft treffen sich die Adler spätestens zwei Stunden vor der Partie. Aktive aus allen Mannschaften des Vereins, Spielerfrauen und Freunde des Klubs packen mit an, wenn es darum geht Stehtische, Pavillons, Beamer, Grill und die Musikanlage aufzubauen. Mehr als 25 ehrenamtliche Helfer sind im Kröger Park im Einsatz. Von der jeweiligen Partie kriegen die am Grill, Bierwagen oder auch am Wertmarkenstand eingesetzten Ellinghorster nicht allzu viel mit.

Um 23 Uhr beginnt der Abbau. Dafür werden ebenfalls wieder rund zwei Stunden benötigt. Die Technik wird zu den Verantwortlichen nach Hause gebracht, die Stühle weggeräumt und so weiter und so fort. „Wir versuchen, damit schnellstmöglich fertig zu werden, weil wir Rücksicht auf die Nachbarn nehmen“, sagt Jörg Waschkewitz, der Vorsitzende von Adler Ellinghorst.

Die ganze Arbeit macht den Adlern nichts aus. „Wir hoffen natürlich, dass es bis ins Finale geht“, betont Waschkewitz, der in der Zusammenarbeit der Spieler und Freunde des Klubs einen großen Vorteil sieht. „Wenn wir hier gemeinsam anpacken“, sagt der Chef der Ellinghorster, „dann fördert das auch die Gemeinschaft. Das ist pures Vereinsleben.“


 

WAZ-Serie Köpfe der Kreisliga

Tormaschine ohne Laufleistung

04.06.2012

Tormaschine ohne Laufleistung
Christian Kulik (in rot) dreht jubelnd ab. Soeben hat der Stürmer das 1:1 für seine Adler aus Ellinghorst im Kreisliga-Derby gegen Wacker Gladbeck erzielt. Foto: Heinrich Jung

Gladbeck. Christian Kulik von Adler Ellinghorst spricht im Interview mit WAZ-Mitarbeiter Steffen Bender über das Geheimnis seiner beachtlichen Torquote, seine bisherigen Trainer und darüber, wie es um die Jugendarbeit in Ellinghorst bestellt ist.

Nein, Laufen ist nicht sein Ding. Daraus macht Christian Kulik wahrlich kein Geheimnis. Hat er auch nie gemacht. Dennoch überzeugt der Adler-Stürmer in jeder Saison mit einer beachtlichen Torquote. Im Interview mit WAZ-Mitarbeiter Steffen Bender spricht Kulik über sein Spiel, Trainertypen und die Zukunft von Adler Ellinghorst.

Herr Kulik, in der Kreisliga A gibt es bequemere Gegenspieler als Sie. Wie würden Sie sich selbst als Spielertyp beschreiben?

Christian Kulik: Ich konzentriere mich nicht so aufs Laufen, sondern auf die eigentliche Sache: das Toreschießen. Wie ich mich beschreiben würde, ist eine gute Frage. Am besten so: als nicht laufintensiven Strafraumspieler mit Stärken in der Luft.

Sie arbeiteten mit vielen Trainern zusammen. Welcher prägte Sie am meisten?

Jeder Trainer hat seine Qualitäten, aber auch Eigenarten. Menschlich war Franco Busu einfach ein toller Typ, zudem ich ein freundschaftliches Verhältnis hatte. Miguel Pereira hingegen erweitert vor allem den taktischen und fußballerischen Horizont unserer Mannschaft.

Sie haben schon angesprochen, dass seit einer Spielzeit Miguel Pereira für die Mannschaft verantwortlich ist. Was ist das Besondere an der Zusammenarbeit mit einem Ex-Profi?

Er setzt andere Schwerpunkte als die Trainer vorher und hat genaue Vorstellungen davon, wie wir spielen sollen. Das Training ist häufig anspruchsvoller, aber auch nicht immer so intensiv. Durch weniger Aufwand lernen wir einen größeren Effekt zu erzielen. Das kannte ich in dieser Form bisher nicht. Miguels Training regt vor allem die eingerosteten Gehirnzellen an (lacht).

Derzeit belegen Sie mit der Mannschaft Rang neun. Im letzten Jahr stand am Ende Platz elf zu Buche. Tritt Ellinghorst auf der Stelle?

Wir haben einen sehr dünnen Kader und haben damit das gleiche Problem wie viele andere Vereine. Durch viele Faktoren fehlen auch gut ausgebildete Jugendliche. Die Jugendarbeit läuft im Moment aber wieder richtig gut und ist auf dem Vormarsch. Was uns aber fehlt, ist der Kunstrasenplatz. Unsere Anlage ist eine Zumutung. Hier muss sich dringend etwas ändern.

Wohin fliegt der Adler in den nächsten Jahren?

Möglich ist viel, allerdings kommt es darauf an, was realistisch ist. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Langfristig können wir zu einer Spitzenmannschaft in der Kreisliga A werden. Da sind uns andere Vereine in Gladbeck aber mindestens drei Schritte voraus. Um ähnlich erfolgreich zu spielen wie Rentfort oder Zweckel brauchen wir noch ein paar Jahre.

Was ist das Besondere an Ellinghorst? Seit 2005 tragen Sie das rote Hemd nun schon.

Das freundschaftliche Verhältnis in der Mannschaft ist einfach überragend. Wir sind mit vielen Spielern 2005 hierhin gekommen und ein Großteil davon ist heute noch aktiv dabei: André Nowak, Frank Steinbock, Manuel „Opa“ Schulz, Dennis Goronczy und Aaron Jenko sind fester Bestandteil der Mannschaft. Uns verbindet mehr als nur der Fußball.

Steffen Bender


WAZ-Serie Köpfe der Kreisliga

„Aus einer Bierlaune heraus“

WAZ 25.04.2012

„Aus einer Bierlaune heraus“
Adler-Kapitän und Spielertrainer Oliver Colovic gibt die Richtung vor, auch „ohne taktische Linie“. Foto: Dirk Bauer/ WAZ FotoPool

Gladbeck. Im Interview mit WAZ-Mitarbeiter Steffen Bender spricht Oliver Colovic von Adler Ellinghorst III über die Gefahr, in die B-Liga aufzusteigen - und lüftet das Geheimnis der ominösen blauen Tonne.

Anfangs noch belächelt ist das Projekt „Dritte Mannschaft“ bei Adler Ellinghorst mittlerweile zu einer Erfolgsgeschichte geworden. Der Kopf dahinter ist Oliver Colovic (39). Im Interview mit WAZ-Mitarbeiter Steffen Bender spricht das bekannte Kreisliga-Gesicht über seine Mannschaft, die Spieler, aber auch über seine Karriere als Spieler und Trainer.

Herr Colovic, vor drei Jahren nahmen Sie das Projekt dritte Mannschaft in die Hand. Wie kam es zu dieser Idee?

Colovic: Zugegeben, das Ganze entstand aus einer Bierlaune heraus. Wir sind ja ursprünglich alle Ex-Rentforter und hatten dann vor, noch einmal gemeinsam gegen den Ball zu treten, allerdings nicht bei den Alten Herren. Die Mannschaft sollte sich eigentlich dem BV Rentfort anschließen, aber dort waren keine Trainingskapazitäten frei. Nach Rücksprache mit Adler-Präsident Jörg Waschkewitz war dann klar, wir machen es in Ellinghorst.

Diese Mannschaft ist äußerst erfolgreich. Gleich im zweiten Jahr schafften Sie den Aufstieg von der Kreisliga C in die B-Liga. Dennoch verzichteten Sie auf den Aufstieg. Warum?

Wir spielen nur noch aus Spaß und damit haben wir auch eigentlich nicht gerechnet. Für die Kreisliga B müsste man mehr als nur einmal die Woche trainieren. Das wäre alles viel zu ernst in unserem Alter. Als Ziel haben wir uns ganz am Anfang mal gesetzt eine Meisterfeier mitzunehmen, das ist uns gelungen. In der Kreisliga B hätten wir uns auch die ein oder andere deutliche Niederlage geholt.

Derzeit stehen Sie schon wieder auf dem ersten Tabellenplatz. Da die zweite Mannschaft von Maik Kuschel den Klassenerhalt so gut wie sicher hat, müssten Sie dann doch in der Kreisliga B spielen.

Es sind ja noch ein paar Spiele und dann muss man auch erst einmal Meister werden. Allerdings haben wir uns darüber noch gar keine Gedanken gemacht. Vielleicht wird auch die vierte Mannschaft in der Kreisliga B anfangen. In diesem Alter müssen wir uns auch immer wieder die Sinnfrage stellen. Aber noch einmal: Bei uns in der Kreisliga C ist es auf den ersten sechs Rängen richtig eng.

Warum ist die Mannschaft Ihrer Meinung nach so erfolgreich?

Wir haben viele Spieler in unseren Reihen, die auch schon höher gespielt haben. Dazu kommt, dass wir Spaß haben und uns nicht quälen. Wir haben weder Druck, noch eine taktische Linie. Wir nehmen es nicht so ernst und lassen alles auf uns zukommen.

Erinnern Sie sich an ein besonderes Spiel bei der dritten Mannschaft?

Unvergessen ist die Geschichte der blauen Mülltonne: Nach einer katastrophalen ersten Halbzeit im Spiel gegen Horst 08 III stellte ich die blaue Mülltonne in der Pause auf die Massagebank und wies daraufhin, dass die gesamte Saison im Moment in der Mülltonne liege, wenn so weiter gespielt wird. Es blieben also noch 45 Minuten in diesem Spiel, um die Saison zu retten. Die Kabinenansprache funktionierte so gut, dass es kurz nach der Pause 3:1 für den Gegner stand. Allerdings drehten wir das Spiel noch und gewannen 5:3. Seitdem ist die blaue Mülltonne ein ständiger Wegbegleiter.

Sie sind nicht nur der Trainer der Truppe, sondern stehen auch selbst auf dem Feld. Wie funktioniert der Spagat zwischen Spieler und Trainer?

Das ist gar nicht so einfach. Nur an der Linie zu stehen würde vieles vereinfachen. Dazu kommt, dass man als Spielertrainer auch jeden Fehler gleich doppelt vorgehalten bekommt. Aber es gibt Schlimmeres.

Sie haben es schon öfter angesprochen: Sie und ein Großteil Ihrer Spieler gehören schon zum älteren Fußballeisen. Wie lange wird man Sie noch auf den Fußballplätzen sehen?

Es stimmt schon, dass das Projekt zeitlich begrenzt ist. Wir schauen von Jahr zu Jahr. Die Spieler werden älter, bekommen Kinder und haben weniger Zeit. Mal schauen, wie lange das noch gut geht. Aber nächstes Jahr greifen wir auf jeden Fall wieder an.

Welche Spieler darf man denn in Zukunft bei Ihnen erwarten?

Auf Zeit erwarten wir natürlich den Kapitän der ersten Mannschaft Frank Steinbock bei uns. Ich bin gespannt, wie lange er noch bei den „jungen Bengels“ mitspielt. Aber dann muss man auch erst einmal schauen, ob er unser Niveau erreichen kann (lacht).

Steffen Bender


Viel gesehen und doch zu wenig

WAZ 03.03.2012 |

Viel gesehen und doch zu wenig
Steffen Schulte-Batenbrock und Sebastian Weller, Student an der Uni Duisburg Essen, machen in Kuala Lumpur ein Auslandssemester, hier auf der Formel 1 Autorennstrecke in Singapur.

Gladbeck. 10 000 Kilometer weit weg von zu Hause: Das war für Sebastian Weller und Steffen Schulte-Batenbrock kein Problem. Die beiden Gladbecker Studenten legten kurzerhand ein Auslandssemester in Malaysia ein und sammelten „Erfahrungen fürs Leben“, wie sie selber sagen.

näheres von unserem Spieler der ersten Mannschaft dazu auf der Westen:


Dirk Gollan übernimmt das Ruder bei Adler Ellinghorst IV

Die neu gegründete vierte Seniorenmannschaft von Adler Ellinghorst trainierte am gestrigen Montag erstmals unter Neu-Trainer Dirk Gollan. Bis zu der "Verpflichtung" Gollans leitete Jörg Waschkewitz zumeist das Training, musste aber immer öfter aufgrund seiner zahlreichen Verpflichtungen passen.

näheres auf Auf'm Platz:


WAZ-Serie Zwischenbilanz

Adler-Urgestein Jenko: „Wir könnten weiter oben stehen“

Gladbeck. Die Ellinghorster Adler überwintern in der Fußball-Kreisliga A auf dem achten Tabellenplatz. Spieler Aaron Jenko, ein Urgestein des Klubs, ist damit nicht zufrieden. Wir haben nicht das umsetzen können, was wir wollten“, so Jenko.

näheres auf der Westen:

 


 


 


 


 

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