Kreispokal - Halbfinale DJK TUS Rotthausen : Tai Wazee 4:1
Kreispokalhalbfinale DJK TuS Rotthausen : Tai Wazee 4:1
Die Losfee meinte es erneut nicht gut mit uns und bescherte uns zum dritten Mal in Folge ein Auswärtsspiel. Dabei stellt sich die berechtigte Frage, warum das Losverfahren ab dem Halbfinale nicht mehr angewendet wird und stattdessen strikt nach der Auslosung gespielt wird. Wäre die ursprüngliche Regel beibehalten worden, hätten wir diesmal ein Heimspiel gehabt. Doch ändern konnten wir es leider nicht – also nahmen wir es mit einem Kopfschütteln hin und konzentrierten uns auf das Spiel.
Aufstellung

Aufstellung:
Startelf:
R. Schulz – Ruch, Katzewski, Wittig, L. Reimann – Kowalski, D. Lischka – Steinrötter, Ohl, Pienczykowski – Heyda
Bank:
Bornemann, Gruhlke, P. Schulz, Gradowski, Garcia
Trainer:
P. Keller
Ausgangsituation

Nachdem sich unsere Stadtteilnachbarn aus Rentfort im Elfmeterschießen gegen den VfB Kirchhellen den Finaleinzug sicherten, wollten wir nur noch eines: das Derby! Ein echtes Gladbecker Duell im Kreispokalfinale – etwas, das es so noch nie gegeben hat und eine tolle Geschichte für den Gladbecker Fußball gewesen wäre.
Doch unser Los bescherte uns die „Altlöwen“ aus Rotthausen, die den Kreispokal im vergangenen Jahr gewannen. Eine alles andere als einfache Aufgabe, und so gingen wir als klarer Außenseiter in die Partie.
Es war unsere erste Teilnahme am Militello Cup, und wir hatten bereits für einige Überraschungen gesorgt – unser Halbfinaleinzug war absolut verdient. Leider mussten wir personell auf Liss, Becker, Freitag, M. Reimann und Dreger verzichten, die alle einen maßgeblichen Beitrag zu unserem bisherigen Erfolg geleistet hatten.
Uns war klar: Um das Wunder zu schaffen, brauchten wir einen absoluten Sahnetag, 100 Prozent Kampf, Leidenschaft und Einsatz von jedem einzelnen Spieler.
Spielbericht: DJK TuS Rotthausen – Tai Wazee 4:1 (1:0)

Wie erwartet übernahm Rotthausen von Beginn an die Kontrolle über das Spiel, während sich Adler Ellinghorst weitgehend auf die Defensivarbeit konzentrierte. Die Gäste setzten auf eine kompakte Defensive und lauerten auf Konter.
In der 28. Minute ging Rotthausen dann in Führung – ein direkt verwandelter Freistoß aus 17 Metern landete unhaltbar im Netz. Dabei hätte es wenige Minuten zuvor auch anders laufen können: Kowalski hatte die Führung für Adler auf dem Fuß, doch sein sehenswerter Schuss wurde vom gegnerischen Schlussmann stark pariert.
Mit einem Ballbesitzverhältnis von 70:30, jeweils einem Torschuss pro Team und einem knappen 1:0 für die Hausherren ging es in die Halbzeitpause.
Die zweite Halbzeit begann mit einem echten Geniestreich!
Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff sorgte Wittig für das Highlight des Spiels: Ein Freistoß aus unglaublichen 40 Metern senkte sich über den verdutzten Keeper ins Netz – 1:1!
Doch die Freude währte nicht lange. Ein Doppelschlag der Gastgeber in der 52. und 54. Minute (darunter ein Foulelfmeter) brachte Rotthausen wieder auf die Siegerstraße. Adler kämpfte weiter, doch gegen die teils mit A-Liga-Spielern gespickte Rotthauser Mannschaft fehlten am Ende die Kraft und Kondition.
Spätestens mit dem 4:1, 15 Minuten vor dem Ende, war das Spiel entschieden.
Fazit:
Der Sieg für Rotthausen geht in Ordnung, fällt aber vielleicht um ein oder zwei Tore zu hoch aus. Trotzdem kann Tai Wazee stolz auf seine erste Pokalsaison sein – der Halbfinaleinzug war eine starke Leistung!
„Ganz ehrlich, ein ganzes Spiel nur zu verteidigen, geht einfach nicht. Rotthausen war eingespielter, spritziger und hat uns das Leben schwer gemacht. Wir kamen nicht richtig in die Zweikämpfe und konnten unser Spiel nicht aufziehen. Viele von Rotthausen spielen im Ligabetrieb, was sich in ihrer Spielweise deutlich bemerkbar gemacht hat.“ Zu seinem Traumtor aus 35 Metern: „Ja, was soll ich dazu sagen? Ich habe gesehen, dass der Torwart weit vorm Tor stand, und habe einfach mal draufgehalten. Ich schätze, es waren etwa 35 Meter. Es war auf jeden Fall mit Absicht, aber so ein Treffer passiert eben nicht alle Tage.“

Opa Wittig
Halbfinale- Ende ! Aber kein Abschied !

Es war echt etwas ganz Besonderes nach dem Spiel. Wir haben uns mal so richtig abgefeiert! Die neue Musikbox war auf voller Lautstärke – von Schlager bis Deutschem Rock hallte die Musik durch die erste Etage des Kabinenhauses.
Es war eine tolle erste Kreispokalsaison, auf die wir wirklich alle stolz sein können. Jeder im Team wusste genau, was wir erreicht haben! So entschieden wir uns, den Erfolg und das, was wir erreicht haben, in unserer Vereinskneipe Haus Dörnemann weiter zu feiern. Bei Bier und Pizza genossen wir den Moment und feierten die großartige Pokalsaison, die wir gespielt haben.
Ein großes Dankeschön an alle Fans, die uns während des gesamten Kreispokals unterstützt haben! Wir hoffen, dass wir in der nächsten Pokalsaison vielleicht mehr als nur ein Heimspiel haben.
Am 1. März um 14 Uhr geht es endlich wieder zuhause weiter – wir spielen gegen ESC Rellinghausen. Ein Heimspiel!